Flashmob „Ode an die Freude“ am Brandenburger Rathaus

Flashmob „Ode an die Freude“ lebendig am Rathaus

Spontan aber in einem Takt mit Geige, Flöte oder nur einfachem Gesang wurde mit einem Flashmob die „Ode an der Freude“ angestimmt.
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Lesedauer: 3 Minuten

Erneut kamen Havelstädter zu einer weiteren Mahnwache vor dem Altstädtische Rathaus zusammen, um dieses Mal mit der „Ode an der Freude“ als Flashmob gegen den sinnlosen Krieg in der Ukraine zu mahnen. Auch wenn es nach den Bildern aus der Ukraine, die Jedem Tag für Tag erreichen, die Freude vergehen könne, wollten die Brandenburger dies dennoch ihre Solidarität mit den Ukrainern zum Ausdruck bringen und gegen den Krieg demonstrieren.

Spontaner Flashmob am Altstädtischen Rathaus

Die Melodie der Hymne der Europäischen Union (EU) stammt aus der Neunten Symphonie, die Ludwig van Beethoven im Jahr 1823 als Vertonung der von Friedrich Schiller 1785 verfassten „Ode an die Freude“ komponierte. Mit seiner „Ode an die Freude“ brachte Schiller seine idealistische Vision zum Ausdruck, dass alle Menschen zu Brüdern werden – eine Vision, die Beethoven teilte. Die EU-Hymne soll nicht nur die Europäische Union, sondern auch Europa im weiteren Sinne symbolisieren. Die Worte „Brüderlichkeit der Völker“ in der Hymne weisen darauf hin, dass es sich hier um eine politische Union von Staaten und nicht um einen Staat im engeren Sinne handelt. Die Europäische Union ist ein Liberaler Staatenbund, der sich auf die Freiheit und Gleichheit aller seiner Bürger gründet.

Die Europäische Union ist ein politischer und wirtschaftlicher Zusammenschluss von 28 Mitgliedsstaaten. Ziel der EU ist es, den Bürgern ihrer Mitgliedsstaaten ein friedliches, sicheres und prosperierendes Leben in Freiheit und Wohlstand zu ermöglichen. Die Europäische Union wurde am 7. Februar 1992 in Maastricht (Niederlande) mit dem sogenannten Maastrichter Vertrag gegründet.

Seit dem 1. Januar 1993 sind die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union durch das Europäische Wirtschafts- und Währungsgebiet (EWG) und durch das Schengener Abkommen zu einem gemeinsamen grenz- und visumfreien Raum innerhalb der EU verknüpft. Die EU-Hymne „Ode an die Freude“ entstammt dem letzten Satz des 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven. Der Dichter Friedrich Schiller verfasste 1785 im Rahmen seiner „Rheinischen Festspiele“ das Gedicht „An die Freude“, auf welches Beethoven später seine berühmte Musik komponierte.

Die „Ode an die Freude“ gilt als Ausdruck des Idealismus von Schiller und Beethoven, wonach alle Menschen zu Brüdern werden sollten – eine Vision, die auch heute noch im Kern der Europäischen Union steht. Die Worte „Brüderlichkeit der Völker“ in der EU-Hymne weisen darauf hin, dass es sich bei der Europäischen Union um einen Staatenbund von liberalen Staaten handelt, der sich auf die Freiheit und Gleichheit aller seiner Bürger gründet.

Organisiert wurde der Flashmob vom überparteiliche Aktionsbündnis „Frieden und Freiheit für die Ukraine“. Es rufe wöchentlich (sonntags) die Brandenburgerinnen und Brandenburger zur Mahnwache vor dem Altstädtischen Rathaus auf, um gemeinsam gegen den Krieg in der Ukraine zu demonstrieren.

Friedensappell der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg an der Havel

In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (30. März 2022) haben die Stadtverordneten diesen Friedensappell unterzeichnet:

„Gebor’n in einer Stadt, vom Krieg verwüstet und zerstört,
Habe ich, seit ich hören kann, „nie wieder Krieg!“ gehört.
Ich hab’ meine Lektion so gut gelernt, hab’ von so nah
Den Krieg gesehn, daß auch das Kind begriff, was da geschah.
Manch Ängste, weiß ich, werd ich nie verlieren
Und Bilder nicht aus meinem Kopf radieren.
Und Krieg ist ein Verbrechen, kein Krieg ist je gerecht.“

Friedensappell der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg an der Havel Foto: Stadt Brandenburg an der Havel
Friedensappell der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg an der Havel Foto: Stadt Brandenburg an der Havel

So heißt es in Reinhard Meys bekanntem Friedenslied „Die Waffen nieder“ und diesem innigen Ruf nach Frieden schließen wir uns als Stadtverordnetenversammlung an. Die UN-Menschenrechtscharta beschreibt in ihren berühmten Artikeln 1 und 3 die Grundsätze einer friedlichen Weltordnung: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“

Genau unter diesem Motto von „Frieden und Freiheit“ treten seit Wochen viele Brandenburgerinnen und Brandenburger jeden Sonntag bei einer Mahnwache für den Frieden in Europa ein und verurteilen den russischen Krieg in der Ukraine und das unermessliche menschliche Leid der Bombardierung von Städten.

Weiter heißt es: „Mit dem früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann wissen wir, dass Frieden `kein Naturprodukt ist, sondern aus menschlichem Handeln erwächst. ´ Mit vielen Hilfsprojekten, Geld- und Sachspenden sowie engagierter Unterstützung für geflüchtete Menschen haben viele Brandenburgerinnen und Brandenburger in den letzten Wochen auch ganz persönlich Zeichen für den Frieden gesetzt. Als Stadtverordnetenversammlung bedanken wir uns bei den Brandenburgerinnen und Brandenburgern für dieses hohe mitmenschliche Engagement und bekennen uns auch selbst zu Frieden und Freiheit.“

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