Flashmob „Ode an die Freude“ am Brandenburger Rathaus

Spontan aber in einem Takt mit Geige, Flöte oder nur einfachem Gesang wurde mit einem Flashmob die „Ode an der Freude“ angestimmt.
Flashmob „Ode an die Freude“ am Brandenburger Rathaus
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Erneut kamen Havelstädter zu einer weiteren Mahnwache vor dem Altstädtische Rathaus zusammen, um dieses Mal mit der „Ode an der Freude“ als Flashmob gegen den sinnlosen Krieg in der Ukraine zu mahnen. Auch wenn es nach den Bildern aus der Ukraine, die Jedem Tag für Tag erreichen, die Freude vergehen könne, wollten die Brandenburger dies dennoch ihre Solidarität mit den Ukrainern zum Ausdruck bringen und gegen den Krieg demonstrieren.

Spontaner Flashmob am Altstädtischen Rathaus

Die Melodie der Hymne der Europäischen Union (EU) stammt aus der Neunten Symphonie, die Ludwig van Beethoven im Jahr 1823 als Vertonung der von Friedrich Schiller 1785 verfassten „Ode an die Freude“ komponierte. Sie soll, nicht nur die Europäische Union, sondern auch Europa im weiteren Sinne symbolisieren. Mit seiner „Ode an die Freude“ brachte Schiller seine idealistische Vision zum Ausdruck, dass alle Menschen zu Brüdern werden – eine Vision, die Beethoven teilte.
Organisiert wurde der Flashmob vom überparteiliche Aktionsbündnis „Frieden und Freiheit für die Ukraine“. Es rufe wöchentlich (sonntags) die Brandenburgerinnen und Brandenburger zur Mahnwache vor dem Altstädtischen Rathaus auf, um gemeinsam gegen den Krieg in der Ukraine zu demonstrieren.

Friedensappell der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg an der Havel

In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (30. März 2022) haben die Stadtverordneten diesen Friedensappell unterzeichnet:

„Gebor’n in einer Stadt, vom Krieg verwüstet und zerstört,
Habe ich, seit ich hören kann, „nie wieder Krieg!“ gehört.
Ich hab’ meine Lektion so gut gelernt, hab’ von so nah
Den Krieg gesehn, daß auch das Kind begriff, was da geschah.
Manch Ängste, weiß ich, werd ich nie verlieren
Und Bilder nicht aus meinem Kopf radieren.
Und Krieg ist ein Verbrechen, kein Krieg ist je gerecht.“

Friedensappell der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg an der Havel Foto: Stadt Brandenburg an der Havel
Friedensappell der Stadtverordnetenversammlung Brandenburg an der Havel Foto: Stadt Brandenburg an der Havel

So heißt es in Reinhard Meys bekanntem Friedenslied „Die Waffen nieder“ und diesem innigen Ruf nach Frieden schließen wir uns als Stadtverordnetenversammlung an. Die UN-Menschenrechtscharta beschreibt in ihren berühmten Artikeln 1 und 3 die Grundsätze einer friedlichen Weltordnung:
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“

Genau unter diesem Motto von „Frieden und Freiheit“ treten seit Wochen viele Brandenburgerinnen und Brandenburger jeden Sonntag bei einer Mahnwache für den Frieden in Europa ein und verurteilen den russischen Krieg in der Ukraine und das unermessliche menschliche Leid der Bombardierung von Städten.

„Mit unserem Appell für den Frieden finden wir uns dabei an der Seite und unterstützen den Friedensappell von hunderten russischem Wissenschaftler vom 26.02.2022 und die Deklaration von 104 Nobelpreisträgern vom 04.03.2022, in der diese den russischen Präsidenten auffordern, `die völkerrechtlichen Vereinbarungen zu achten, seine Streitkräfte zurückzurufen, Verhandlungen aufzunehmen und den Frieden herzustellen`“, teilte das Rathaus auf dessen Webseite mit.

Weiter heißt es: „Mit dem früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann wissen wir, dass Frieden `kein Naturprodukt ist, sondern aus menschlichem Handeln erwächst. ´ Mit vielen Hilfsprojekten, Geld- und Sachspenden sowie engagierter Unterstützung für geflüchtete Menschen haben viele Brandenburgerinnen und Brandenburger in den letzten Wochen auch ganz persönlich Zeichen für den Frieden gesetzt. Als Stadtverordnetenversammlung bedanken wir uns bei den Brandenburgerinnen und Brandenburgern für dieses hohe mitmenschliche Engagement und bekennen uns auch selbst zu Frieden und Freiheit.“

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